Elterngespräche friedvoll und strutkturiert führen mit dem Fragekartenset ICH & MEINE WELT

Eine Methode für Entwicklungsgespräche, Eingewöhnungsgespräche oder Konfliktgespräche in Krippe, Kindergarten, Schule

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Sie haben ein intensives Elterngespräch geführt, geredet und geredet, erklärt, empfohlen, vorgeschlagen und gehen trotzdem unzufrieden heraus?

 

Sie sind sich unsicher, wie Sie ein heikles Thema ansprechen sollen?

 

Bereits im Alltag spüren Sie die Unzufriedenheit der Eltern und haben ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken an ein bevorstehendes Gespräch? Gestalten Sie Ihr Elterngespräch mit Hilfe der Fragekarten ICH & MEINE WELT.

 

Kinder wachsen in zwei Systemen auf - System Elternhaus und System soziale Einrichtung. Ein System kann man sich gut wie ein Mobile vorstellen. Es bewegt sich nur dann, wenn die einzelnen Systemmitglieder sich bewegen. Aus diesem Grund kann ein System nur schwer von außen verändert werden. Die einzelnen Systemmitglieder müssen selbst tätig werden. Wenn die einzelnen Systeme versuchen, das jeweils andere zu verändern, ohne die Gegebenheiten dort zu kennen, wird es nicht nur wenig Wirkung haben, sondern auch sehr kräfteraubend und mühsam sein.

Das Fragekartenset begleitet Sie dabei, mehr über die Gedanken- und Gefühlswelt der Eltern zu erfahren. Ihr Ziel in solch einem Elterngespräch ist es, zu schaffen, dass Eltern selbst erkennen, welche Veränderung in Ihrem System notwendig ist, um Ihr Kind gut zu begleiten. Zeigen Sie den Eltern Ihre Situation in der Einrichtung auf und geben Sie Ihnen die Möglichkeit, Ihre Situation darzustellen. Gibt es Unterschiede oder Gemeinsamkeiten? Machen Sie sich über die selben Dinge Sorgen? Was wünschen sich die Eltern, um Ihre Situation verändern zu können?

 

Das Fragekartenset unterstützt ErzieherIinnen und Lehrkräfte dabei, die Situation der Familien kennen zu lernen. Und natürlich auch umgekehrt.

Nehmen wir an, Sie wären eine Mutter oder ein Vater und sehen, wie verschiedene Fragekarten vor ihnen liegen, die sie gemeinsam mit der Erzieherin / dem Erzieher abwechselnd beantworten. Nehmen wir an, Sie würden Folgendes gefragt werden:

°

Worüber freue ich mich? (im Bezug auf mein Kind, die Situation zu Hause, die KITA)

°

 

Wo sehe ich eine positive Entwicklung? (in welchem Entwicklungsbereich)

°

 

Was gelingt mir gut? (oder uns als Elternpaar, als Familie)

°

 

Was vermisse ich?

°

 

Was ist mir ganz besonders wichtig? (im Umgang mit meinem Kind oder im Bezug auf die Gruppe, die Einrichtung)

°

 

Was ärgert mich?

°

 

Wann gerate ich an meine Grenzen?

°

 

Wobei brauche ich Hilfe?

°

 

Wie sorge ich für Ruhe und Entspannung? (zu Hause, beim Bringen- und Abholen, in der Eingewöhnung)

°

 

Was möchte ich angehen? (was verändern, womit starten)

Nehmen wir an, Ihre Antworten würden von den pädagogischen Fachkräften Ihrer Einrichtung notiert werden, ohne sie zu kommentieren. Und diese Antworten würden neben ansprechend gestaltete Karten gelegt werden. Sie könnten ein Foto davon machen, um Ihrem Partner / Ihrer Partnerin davon zu erzählen oder als Gedankenstütze.

Würden Sie sich hier gleichberechtigt und ernst genommen fühlen?

 

Wenn Sie Ihr Elterngespräch auf diesen oder ähnlichen Fragen aufbauen, signalisieren Sie den Eltern, dass Sie sie nicht nur als Erziehungsberechtigte, sondern als Menschen mit Wünschen, Ängsten, Bedürfnissen, Gefühlen wahrnehmen. Sie geben Ihnen die Möglichkeit, ihre momentane Situation darzustellen, ohne sich dafür zu rechtfertigen. Gleichzeitig können Sie genau die selben Fragen aus Ihrer Sicht beantworten und so die Eltern über die aktuelle Situation in der Einrichtung informieren. Notieren Sie Ihre Sicht und die der Eltern auf Moderationskarten verschiedener Farben.  Legen Sie sie zu den Fragekarten dazu, Sie können bspw. Ihre auf die linke und die der Eltern auf die rechte Seite legen. So haben Sie eine gute Übersicht.

Im Anschluss folgt das Formulieren konkreter Ziele und Handlungsschitte.

Sowohl für die Eltern, als auch für die Einrichtung.

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Um Eltern zu begleiten, konkrete Handlungsschritte und Ziele zu formulieren, bietet sich die Fragekarte "Was möchte ich angehen?" an.

 

Überlegen Sie gemeinsam, was sowohl im Elternhaus als auch in der Einrichtung zu einer positiven Veränderung beitragen kann und schreiben Sie beides auf. So vermeiden Sie, dass Eltern das Gefühl haben, alles falsch zu machen und mit der Situation allein zu sein.  Sie bieten Unterstützung an, ziehen so gesehen an einem Strang und bleiben auf einer gleichberechtigten Ebene.

 

Sie nehmen aus dem Elterngespräch neue Ideen und Handlungsmöglichkeiten mit, die Sie in der Einrichtung umsetzen können. Sie können selbst tätig werden. Sich darauf zu fokussieren, ist besonders dann hilfreich, wenn Eltern aus verschiedenen Gründen die erarbeiteten Ziele nicht erreichen können.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Ausprobieren dieser Methode und ganz viele anregende Gespräche mit Ihren Eltern!

 

Ihre Anastasia Weinberg | Systemische Beraterin DGSF | Ausgebildete Erzieherin


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Das Fragekartenset ICH & MEINE WELT ist entstanden, weil ich den pädagogischen Alltag friedvoller und all die Gespräche, die in unserem Beruf fast täglich vorbereitet, geführt und dokumentiert werden müssen, wertschätzender zu gestalten!  Probieren Sie diesen Praxistipp in Ihrer pädagogischen Arbeit aus! Und wenn Sie Erfolg hatten?

 

Ihre Erfahrung, Ihre Bewertung, Ihr Support hilft mir, neue Praxisideen zu entwickeln und motiviert andere Kolleg*innen, Ihre Teamsitzungen, Mitarbeiter-, Eltern- oder Anleitungsgespräche auf eine offene und konstruktive Ebene zu bringen.  Begleiten Sie mich auf Facebook und Instagram! Lesen Sie mehr über friedvolle Kommunikation, Konfliktklörung, Selbstfürsorge und die Stärkung von Kindern, Eltern und Pädagog*innen.

 

Ich freue mich auf Sie! Ihre Anastasia Weinberg


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